Urumtschi – eine geteilte Stadt

FAZ.de, 30.06.2010


In der Hauptstadt der Region Xinjiang leben Uiguren und Han-Chinesen streng voneinander getrennt. Ein Jahr nach den blutigen Unruhen sind viele immer noch fassungslos über die Orgie der Gewalt.

Die kulturelle Grenze ist die „Volksstraße“, die einmal quer von Ost nach West durch die Mitte Urumtschis verläuft. Der Weg von einem Ortsteil in den anderen ist auch ein Eintauchen von einer Kultur in die andere. Der Norden ist der han-chinesische Teil der Stadt. Hier gibt es moderne Wohnviertel, Kaufhäuser und Mobilfunk-Läden. Südlich der Straße liegen die Viertel der Uiguren mit ihren Basaren und Minaretten. Das Straßenbild ändert sich schlagartig. Sah man eben noch ostasiatische Gesichter, haben plötzlich fast alle Menschen auf der Straße zentralasiatische Züge. Viele Männer tragen bestickte Mützen, die Frauen Kopftuch oder Schleier. Auf Kohlegrills garen Spieße mit Hammelfleisch, Bäcker bieten warmes Brot an. „Im Norden der Stadt leben zu 100 Prozent Han-Chinesen, im Süden zu 90 Prozent Uiguren. Wir gehen kaum rüber und sie kommen selten zu uns“, beschreibt ein Uigure die Teilung der Stadt.

Bitte klicken Sie hier, um den ganzen Artikel zu lesen:
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EF5BE4D64CF7749579A5C5E0E959C7251~ATpl~Ecommon~Scontent.html