Tragische Ereignisse um den 5. Juli jähren sich Vizepräsidentin Martha Stocker erklärt sich mit Uiguren solidarisch

Pressaussendung von Martha Stocker, Vizepräsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), 04.07.2010

Am 5. Juli jährt sich der Tag der blutigen Unruhen in der Uiguren-Provinz Xinjiang. In einer vorerst friedlichen Demonstration forderte man die Untersuchung eines Vorfalls, bei dem zwei uigurische Arbeiter von Han-Chinesen erschlagen worden waren. Ein Jahr später finden nun weltweite Solidaritätsbekundungen statt und der Weltkongress der Uiguren ruft alle auf, daran teilzunehmen und sich mit dem Uigurischen Volk solidarisch zu erklären. Für die Vizepräsidentin der Region Martha Stocker, die die Vorsitzende des Weltkongresses der Uiguren Rebiya Kadeer persönlich kennt, ist der Einsatz für die Uiguren Ehrensache: „Es werden weder Menschenrechte eingehalten, die Todesstrafe als willkürliches Machtinstrument eingesetzt und systematisch wird das uigurische Volk seiner Identität, Kultur, Sprache und Bräuche beraubt“.

Auf Einladung der Vizepräsidentin der Region Martha Stocker weilte die Menschenrechtsaktivistin und Stimme der Uiguren Rebiya Kadeer Anfang des Jahres in Südtirol. Im Gegensatz zu Tibet, wissen sehr wenig, „dass auch die Uiguren von China verfolgt, entnationalisiert und ausgesiedelt wurden und werden – das Schlimmste, was einer Minderheit passieren kann“, so Kadeer in ihren damaligen Ausführungen. Sie war damals u.a. mit dem Landeshauptmann Luis Durnwalder und mit den Faktionsvorsitzenden des Südtiroler Landtages zusammengetroffen und nahm an zwei Publikumsveranstaltungen teil.  Der Vizepräsident des Südtiroler Landtages Mauro Minniti hat daraufhin einen Beschlussantrag eingereicht, in welchem er die italienische Regierung auffordert, „sich bei den Vertretern der Volksrepublik China für die Abschaffung der Todesstrafe stark zu machen und sich dafür einzusetzen, dass die institutionellen Vertreter des italienischen Parlaments bei der Regierung der Volksrepublik China intervenieren, damit dem uigurischen Volk eine gesetzgeberische und administrative Autonomie zuerkannt wird, die das Überleben dieses Volkes sichert“.

„Wir hoffen, dass unsere Hilferufe von vielen Regierungsstellen und Menschen gehört werden und sich diese in ihrem Einsatz und in ihrem Zuspruch für die Uiguren von den chinesischen Machthabern, ihrer wirtschaftlichen und politischen Stärke nicht einschüchtern lassen“, so die Menschenrechtsaktivistin Rebyida Kadeer anlässlich der Gedenkfeiern zum 5. Juli. Sie selbst war wegen ihres Einsatzes für das uigurische Volk mehrere Jahre im Gefängnis und lebt seit Ihrer Entlassung 2005 im Exil in Washington.